Honigbienen helfen beim Monitoring von "Ewigkeitschemikalien"
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) werden künstlich hergestellt, in vielen Produkten des täglichen Lebens verwendet und überdauern extrem lange in der Umwelt, weshalb sie auch als "Ewigkeitschemikalien" bezeichnet werden. Sie sind umwelt- und gesundheitsschädlich und reichern sich überall - in Pflanzen, Tieren und Menschen - an.
Ein Forschungsteam der Universität Graz berichtet nun im Fachjournal "Environmental Pollution", dass sich Honigbienen und die von ihnen gesammelten Pollen gut für das Monitoring dieser Umweltgifte eignen. In fast allen von den Forscherinnen und Forschern untersuchten Bienen und Pollen an sechs Standorten in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark mit unterschiedlicher Landnutzung "wurde PFAS in quantifizierbaren Mengen nachgewiesen", erklärte der Chemiker Jörg Feldmann in einer Aussendung.
Weil die Bienen nur wenige Wochen leben, können sich die von ihnen aufgenommenen Chemikalien nicht längere Zeit in ihrem Körper anreichern. Damit würden die gemessenen Konzentrationen aktuelle Informationen über das Vorkommen der Umweltgifte liefern. Mit dem Wissen über saisonale und ortsgebundene Unterschiede bei den PFAS-Konzentrationen ließen sich Belastungskarten für bestimmte Gegenden erstellen.
Service: Studie - https://doi.org/10.1016/j.envpol.2025.126750