Uni Graz lädt zu Europas größtem Bildungsforschungs-Kongress
Die Universität Graz wird Ende August zum Zentrum der internationalen Bildungsforschung: Bei der EARLI-Konferenz treffen Expert:innen aus aller Welt aufeinander. Im Fokus stehen neue Ansätze und die wissenschaftlichen Grundlagen für erfolgreiches Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert.
Rund 2500 Bildungsforscher:innen tummeln sich im Spätsommer am Campus der Universität Graz beim größten Kongress für Lehr- und Lernforschung in Europa. Veranstalter ist das Netzwerk EARLI (European Association for Research in Learning and Instruction), das seit 40 Jahren Expert:innen unterschiedlichster Disziplinen zusammenbringt. Diese untersuchen Hintergründe von gelungenem Lehren und Lernen und entwickeln neue Methoden, wie Bildung erfolgreich vermittelt werden kann.
Die Teilnehmer:innen aus aller Welt erleben ein dichtes Programm aus Symposien, Paper-Präsentationen und neun Keynotes. Einige von ihnen reisten sogar aus Argentinien, Japan oder Neuseeland an. "Diese beeindruckende Präsenz der internationalen Forschungs-Community hier in Graz ist eine Auszeichnung für das Organisationsteam rund um Roland Grabner und Stephan Vogel", sagt Joachim Reidl. Der Vizerektor für Forschung betont bei der Eröffnung: "Die vielen Gäste unterstreichen auch die Bedeutung der Universität Graz als offene Plattform für den Wissensaustausch."
Die internationale Vernetzung von Wissenschaftler:innen fördert den Transfer von Know-how und beschleunigt auch die Umsetzung von Forschungsergebnissen im Unterricht. "Unsere Expert:innen nehmen in ihren Heimatländern eine aktive Rolle bei der Lehrplanentwicklung ein", erklärt EARLI-Präsidentin Lucia Jason. "Ihr Wissen war entscheidend für die Entwicklung digitaler Lerntools, wie sie heute an vielen Schulen eingesetzt werden." Zunehmend konzentrieren sich die Forscher:innen auf die sozialen Aspekte des Lernens.
Wissenschaftler:innen der Universität Graz stellen ihre Arbeiten im Bereich der neurowissenschaftlichen Lernforschung vor. So analysiert Stephan Vogel mit EEG und MRT, was im menschlichen Gehirn bei der Wahrnehmung von Zahlen und Mengen geschieht. Sein Kollege Roland Grabner erforscht, wie sich aus Begabungen Talente entwickeln. Dafür untersucht er unter anderem Menschen, die Höchstleistungen in Schach und Mathematik erbringen. Dabei geht er Fragen nach wie: Welche Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale sind dafür nötig und wie funktionieren die Gehirne von Fach-Expert:innen?
Was erwartet die Bildungsforscher:innen bei der Konferenz in Graz? "Wir knüpfen hier intensive Kontakte zu Kolleg:innen aus benachbarten Disziplinen", sagt Vogel. "Die Earli-Konferenz an der Universität Graz ist eine hervorragende Plattform, die internationale Sichtbarkeit unserer vielfältigen und hochwertigen Bildungsforschung zu stärken", ergänzt Grabner.
Deshalb wird auch das universitäre Forschungsnetzwerk FUTURE EDUCATION im Konferenzprogramm vertreten sein. So wird unter anderem der FUTURE EDUCATION Awards verliehen. Ausgezeichnet werden vier Nachwuchswissenschaftler:innen für herausragende transdisziplinäre Forschung im Bereich Lehre und Lernen.
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